Die Beckenmuskulatur
Die Beckenmuskulatur unterstützt die weibliche Ejakulation.
Die Muskelgruppe, welche das klitorale Netzwerk erektilen Gewebes und die weibliche Prostata (sowie die anderen Organe des Fortpflanzungsapparates) stützen nennt man den Pubococcygeus-Muskel, kurz PC-Muskel. Von ihr hängt es ab, ob die Scheide feucht wird, ob die Erregung bis zum Orgasmus ansteigen kann und ob es zur Ejakulation kommt. Einem Geburtshelfer und Gynäkologen namens Dr. Arnold Kegel fiel auf, wie viele Frauen an Stress-Inkontinenz litten. Und so erfand er 1947 ein Instrument, das die Stärke der Becken-Muskulatur bei Frauen maß: das Kegel’sche Perineometer. Es besteht aus einem kleinen, hohlen Gummikegel, der in die Vagina eingeführt wird. Die Frau presste den Gummikegel zusammen und konnte auf dem durch einen Schlauch mit dem Kegel verbundenen Luftdruckmessgerät ablesen, wie stark ihre Kontraktion war. So konnte sie lernen, die entsprechende Muskelgruppe gesondert zu trainieren. Aus diesem Grund nennt man die Übungen zur Stärkung des PC-Muskels auch “Kegel-Übungen”. Kegel hatte Erfolg: 93 Prozent seiner Patientinnen mussten nicht operiert werden.